Durchzogene Standortbestimmung in Pliezhausen

Das internationale Läufermeeting der krummen Strecken in Pliezhausen lockt jährlich diverse Topathleten aus den umliegenden Ländern an. Sara Jost und Stefanie Barmet standen dabei über 1’000 Meter im Einsatz.

© Läufermeeting Pliezhausen

Wie in den Vorjahren nutzten Sara Jost und Stefanie Barmet das internationale Läufermeeting in Pliezhausen für eine Standortbestimmung. Bei idealen Bedingungen wurde das 16-köpfige Feld auf die zweieinhalb Bahnrunden geschickt. Bereits kurz nach dem Start konnte sich eine Vierergruppe bestehend aus dem Pacemaker sowie einem Spitzentrio vom restlichen Feld lösen. Dahinter bildeten sich weitere Gruppen. Stefanie Barmet konnte anfangs mit der zweiten Gruppe mitlaufen und passierte die 400-Meter-Marke nach ca. 66 Sekunden. Bereits nach 500 Meter bekundete sie aber Mühe mit dem Tempo und wurde in der Folge langsamer. Am Ende resultierte Rang sieben in einer Zeit von 2:48.31 Minuten, womit die 26-Jährige deutlich über ihrer Bestzeit aus dem Vorjahr (2:44.05) blieb. «Der Formaufbau ist auf Juli ausgelegt, dann will ich in Topform sein. Bis dahin liegt noch viel Arbeit vor mir.» Sara Jost zeigte sich mit ihrem Resultat äusserst zufrieden. Lange Zeit in der dritten Gruppe mitlaufend, büsste sie gegen Rennende noch etwas Zeit ein. Dennoch blieben die Uhren nach 2:51.60 Minuten stehen, womit sie ihre Saisonbestzeit um zwei Zehtelssekunden verbessern und das Ziel als zweitbeste Schweizerin erreichen konnte. Am Samstag wird die 25-Jährige anlässlich des Pfingstmeetings in Zofingen erstmals in dieser Saison über zwei Bahnrunden antreten.

Resultate

Erfreuliche Ergebnisse an diversen Strassenläufe

Nach einer langen Cross-Saison nahm Flavia Ende März die ersten Strassenläufe in Angriff. Nach anfänglichen Problemen kam sie in den vergangenen Wochen immer besser in Fahrt.

Ende März standen für Flavia Stutz die Schweizermeisterschaften über 10 Kilometer auf dem Programm. In Oberriet SG lief es der Ufhuserin nicht nach Wunsch. «Das ganze Rennen war ein „Knorz“.» Schlussendlich beendete sie den Lauf auf dem achten Rang in einer Zeit von 36 Minuten und 12 Sekunden.

Rang zwei am Rotseelauf

Mitte April nahm Flavia am Rotseelauf teil. Bei sommerlichen Temperaturen absolvierte die 21-jährige zum ersten Mal die 10 Kilometer rund um den Rotsee. «Die abwechslungsreiche, coupierte Strecke war anspruchsvoll, aber sehr schön. Ich kannte sie schon ein wenig von den Trainingsläufen mit Yvonne und Dominik.» Hinter der Langenthalerin Nicole Egger konnte Flavia das Rennen in 37 Minuten auf dem zweiten Platz beenden.

Sieg an der zweiten Etappe der «GO-IN6WEEKS»

Am 25. April startete Flavia bei der zweiten Etappe der Mittwochabend-Laufserie «GO-IN6WEEKS», die in diesem Jahr schon zum siebten Mal erfolgreich durchgeführt wird. «Ich durfte als Promi-Läuferin antreten. Somit konnten alle Anwesenden vor dem Lauf meine Laufzeit schätzen. Ich war beeindruckt, wie gut die Teilnehmer mich einschätzten, lag doch der beste Wettbewerbsteilnhemer mit seiner Prognose nur eine Sekunde von meiner gelaufenen Zeit entfernt.» Die Strecke in und um Dagmersellen war hügelig. Das angenehme Wetter und die familiäre Stimmung machten den Lauf für Flavia zu einem sehr schönen Erlebnis. Die 21-Jährige konnte das Frauen-Rennen über 8.8 Kilometer in 32 Minuten für sich entscheiden und musste dabei nur wenigen Männern den Vortritt lassen.

Sieg am Luzerner Stadtlauf und am Sempacherseelauf

Am darauffolgenden Samstag stand bereits der nächste Wettkampf auf dem Programm. Schon zum elften Mal startete Flavia bei ihrem Lieblingslauf, dem Luzerner Stadtlauf, den sie mit grossem Vorsprung gewann (siehe Bericht zum Stadtlauf).  Nach dem guten Rennen beim Auffahrtsmeeting in Langenthal (siehe Bericht Auffahrtsmeeting) nahm Flavia zwei Tage später bei sommerlichen Temperaturen am Sempacherseelauf teil. Für die Ufhuserin war der Lauf über die 10 Kilometer ein letzter Test vor den Halbmarathon Schweizermeisterschaften, die am  27. Mai in Lugano ausgetragen werden. «Ich startete ungewohnt schnell ins Rennen. So musste ich ab etwa Rennhälfte dem hohen Anfangstempo etwas Tribut zollen. Mit der Hilfe zweier Läufer, mit denen ich zeitweise zusammenlaufen konnte, gelang es mir, die Pace einigermassen hochzuhalten.» So lief Flavia hinter fünf Männern nach 36:31 Minuten als Siegerin ins Ziel. «Diese Distanz bei sommerlichem Wetter nochmals wettkampfmässig laufen zu können, war eine gute Vorbereitung für meinen zweiten Halbmarathon in zwei Wochen. Ich freue mich darauf.»

© Sempacherseelauf

Gelungener Auftakt in die Bahnsaison

Auffahrtsmeeting Langenthal

Viele Leichtathleten nutzten das Auffahrtsmeeting in Langenthal als erste Standortbestimmung. Der Wettkampf ist seit Jahren für starke Felder auf den Mittelstreckendistanzen bekannt. Sara und Flavia entschieden sich daher für einen Saisonstart in Langenthal.

Für Sara galten die 1000m in Langenthal als erste Standortbestimmung. Ohne grosse Erwartungen reiste sie ins Oberaargau und war gespannt, wie sie sich im 1000- Meter-Feld mit einigen namhaften Konkurrentinnen behaupten würde. Von Beginn weg übernahmen die jungen Athletinnen aus Fortuna die Spitze und sorgten für eine regelmässige Pace. Gut 300m vor dem Ziel setzte sich Kerstin Rubin an die Spitze und verschärfte das Tempo. Kerstin konnte sich zusammen mit Priska Auf der Mauer leicht vom Feld absetzen. Sara folgte den beiden mit einem kleinen Rückstand. Sie konnte die Lücke bis ins Ziel nicht mehr schliessen,  aber den dritten Schlussrang ins Ziel retten. Die Zeit stoppte für Sara bei 2:51.79 Minuten, womit sich die Primarlehrerin sichtlich zufrieden zeigte. Bereits am Sonntag wird sie in Pliezhausen erneut über zweieinhalb Bahnrunden antreten.

Flavia Stutz nahe an der Bestzeit

Etwas später galt es auch für Flavia ernst. In einem stark besetzten Feld mit einigen international erfahrenen Athletinnen war ein schnelles Rennen garantiert. Schon kurz nach dem Start setzte sich ein Führungsduo bestehend aus Martina Strähl und Chiara Scherrer an die Spitze. Diesem Schnellzug vermochte Flavia nicht ganz zu folgen. Mit etwas Abstand auf das Spitzenduo folgten Martina Tresch und Flavia. Die beiden fanden schnell einen guten Rhythmus und waren fortan als Duo unterwegs. Martina konnte sich am Ende noch etwas von Flavia absetzen. Flavia überquerte die Ziellinie als Viertplatzierte in starken 9:42.96 Minuten, wobei sie fast an ihre Bestzeit von 9:42.53 Minuten herankam. «Endlich gelang es mir, nahe an meine dreijährige Bestzeit heranzulaufen», so die Ufhuserin nach ihrem gelungenen Rennen.

Resultate

Topresultate an der Cross-SM

Cross-SM Genf

Anlässlich der Cross-Schweizermeisterschaften in Genf verpasst Flavia Stutz die Titelverteidigung knapp. Stefanie Barmet läuft im Kurzcross auf den dritten Rang, Stefan Lustenberger wird im Langcross starker 4.

© Daniel Mitchell

Die diesjährigen Schweizermeisterschaften im Crosslauf wurden auf einem ein Kilometer langen, flachen Rundkurs in Genf ausgetragen. Mehrere Baumstämme, Kurven und ein kleiner Hügel sorgten für Rhythmusbrecher und Abwechslung. Der Boden war trotz Schnee relativ tief und matschig. Die Ufhuserin Flavia Stutz nahm den Langcross der Frauen über acht Kilometer als Titelverteidigerin in Angriff. Zu Beginn bildete sich eine rund siebenköpfige Spitzengruppe, ehe die Langenthalerin Nicole Egger die Spitze übernahm. «Schon bald waren wird nur noch zu viert und kurz darauf als Duo unterwegs. Ich versuchte so lange wie möglich an Nicole dranzubleiben, doch in der letzten Runde musste ich sie ziehen lassen. Zum Glück wurde ich nicht mehr eingeholt.» Mit drei Sekunden Rückstand erreichte die Ufhuserin das Ziel als Zweitplatzierte. DerDrittplatzierten Christine Müller (LC Scharnachtal) nahm sie sechs Sekunden ab. «Schade, konnte ich meinen Titel nicht verteidigen. Hinten raus fehlte mir einfach die Kraft.» Da in der Kategorie U23 nur zwei Athletinnen am Start waren, wurden keine SM-Medaillen vergeben. Bereits in drei Wochen stehen für Flavia Stutz mit den Strassenlauf-  Schweizermeisterschaften über zehn Kilometer die nächsten Titelkämpfe an.

Stefan Lustenberger überrascht sich selbst

© Daniel Mitchell

Berglaufspezialist Stefan Lustenberger hatte sich nach zwei Wochen Ferien in Kirgistan nicht allzu viel vorgenommen. Die SM galt als Qualifikationslauf für die Studenten-Cross-Weltmeisterschaften, welche anfangs April in St. Gallen stattfinden werden. «Mein Ziel war es ein gutes Rennen zu zeigen und mich so für die WM zu empfehlen.» Gleich nach dem Start des Langcross-Rennens, welches über zehn Runden führte, reihte sich der Geologie-Student an dritter, vierter Position ein. «Ich versuchte einfach mitzuhalten und dranzubleiben.» Erst nach einer Tempoverschärfung in den letzten zwei Runden musste er die Spitze ziehen lassen. Hinter dem 5000-Meter-Schweizermeister Jonas Raess (LC Regensdorf), Marathonspezialist Adrian Lehmann (LV Langenthal) sowie dem Genfer Sullivan Brunet lief er auf den vierten Rang, wobei er 19 Sekunden auf den Drittplatzierten einbüsste. Ab seinem Resultat zeigte sich der 23-Jährige überrascht. «Wenn ich sehe, dass ich im Flachen so lange mit Adrian Lehmann oder Jonas Raess mitlaufen konnte, stimmt mich das für die kommenden Wettkämpfe sehr zuversichtlich.» Saisonhöhepunkt sollen die Langdistanz- sowie die Kurzdistanz-Weltmeisterschaften im Berglauf werden, welche im Juni und September stattfinden.

Offensives Rennen von Stefanie Barmet

© Daniel Mitchell

Stefanie Barmet (STV Willisau) war wie im Vorjahr im Kurzcross der Frauen über drei Kilometer am Start. Die Egolzwilerin startete offensiv und lief von Beginn weg mit der Bernerin Delia Sclabas und Lisa Kurmann (LV Winterthur) mit. Nach 1.5 Kilometer wurde es richtig hart und sie musste zuerst Sclabas und später auch Kurmann ziehen lassen. Gegen Rennende kam sie der Zweitplatzierten noch einmal näher So beendete die 26-Jährige das Rennen wie im Vorjahr als Drittplatzierte, wobei sie 10 Sekunden auf die Siegerin Lisa Kurmann und lediglich drei Sekunden auf Delia Sclabas einbüsste. « Schade, dass ich Delia nicht noch einholen konnte. Momentan gelingt es mir noch nicht, die Trainingsleistung im Wettkampf umzusetzen. Dennoch konnte ich mich gegenüber der Hallen-SM steigern. Nun freue ich mich auf die Vorbereitung für die Sommersaison.» 

Resultate

Grosse Enttäuschung für Stefanie Barmet

Hallen-SM Magglingen

Anlässlich der Hallen-SM in Magglingen pulverisierte Céline Schwarzentruber ihre Bestleistung und sorgte für das Highlight aus Willisauer Sicht. Stefanie Barmet und Andreas Haas erwischten keinen guten Tag.

Die Hallen-SM der Aktiven bildete den Abschluss der nationalen Hallensaison. In Abwesenheit der erkrankten Titelverteidigerin Delia Sclabas war klar, dass es über 800 Meter eine neue Schweizermeisterin geben würde. Berechtigte Titelhoffnungen durften sich insbesondere Lisa Stöckli und Stefanie Barmet machen. Die Grosswangerin hatte sich intensiv auf die Hallensaison vorbereitet und hatte ihre Topform mit Bestzeiten über 400, 800 und 1’000 Meter unter Beweis gestellt. Stefanie Barmet bestritt die Hallen-SM wie im Vorjahr aus dem Training heraus. «Ich wusste, dass ich das Rennen in die Hand nehmen musste, um gegen die spurtstarken 800-Meter-Spezialistinnen eine Chance auf den Sieg zu haben. Leider gelang mir dies nur bedingt.» Nach einer schnellen Startrunde brach das Tempo auf der zweiten Runde ein. Von der Spitze weg versuchte Stefanie Barmet aufs Tempo zu drücken. «Ich verkrampfte mich und konnte nicht zusetzen. Den ersten Angriff von Lisa Stöckli konnte ich abwehren doch in der Zielkurve liess ich sie einfach passieren.» Die Egolzwiler versuchte zwar noch zu kontern, konnte den Sieg der Grosswangerin aber nicht mehr gefährden. In persönlicher Bestzeit von 2:09.87 Sekunden lief Lisa Stöckli verdient zu ihrem ersten SM-Titel bei den Aktiven, Stefanie Barmet folgte in 2:10.23 Minuten. Eine Stunde später stellte sich Stefanie Barmet auch noch über 3’000 Meter hinter die Startlinie. In einem Bummelrennen zog Chiara Scherrer eine Runde vor Schluss einen unwiderstehlichen Endspurt an. Stefanie Barmet konnte nicht mitgehen und musste sich mit Bronze begnügen. «Das war nicht mein Tag heute und es gibt nichts Positives daran zu finden. Ich weiss, dass ich mehr draufhabe und bin extrem enttäuscht ab meinen beiden Rennen. Um meine Ziele im Sommer zu erreichen, muss ich noch härter und fokussierter trainieren.» 

Solider Auftakt in die Hallen-Saison

Hallenmeeting LA Bern, Magglingen

Stefanie Barmet nutzte das zweitägige Hallenmeeting als Saisoneinstieg. Am Samstag stellte sie zwar über 1000 Meter mit 2:50.09 eine neue Hallen-Bestleistung auf, zufrieden war sie damit aber nicht. «Ich lief von Anfang an alleine. Leider bin ich zu schnell angelaufen und musste in der Folge dafür büssen. Die letzten 200 Meter lief ich nur noch in 36 Sekunden, das sagt alles.» Der Zweitplatzierten nahm die Egolzwilerin dabei mehr als 13 Sekunden ab.

Verbummeltes 800-Meter-Rennen

Ein anderes Bild dann am Sonntag über 800 Meter. Mit Lore Hoffmann war die Viertplatzierte der letztjährigen U23-EM über 800 Meter am Start. Eine Stunde zuvor war sie bereits über 400 Meter angetreten und machte in der Folge keine Anstalten aufs Tempo zu drücken. «Dass was ich am Samstag zu schnell angelaufen bin, war nun zu langsam», resümierte Stefanie Barmet. In extrem langsamen 66 Sekunden wurde die 400-Meter-Marke passiert, ehe Hoffmann beschleunigte. Stefanie Barmet versuchte ihr zu folgen, blieb lange dran und musste sich am Ende um eine Sekunde geschlagen geben. In 2:11.14 blieb sie rund drei Sekunden über ihrer Hallen-Bestzeit.

Flavia Stutz und Stefan Lustenberger laufen auf Rang zwei

Nationaler Crosslauf Lausanne

Am Samstag, 27. Februar, fand der Crosslauf in Lausanne bei bedecktem Himmel aber angenehmen Temperaturen statt. Der ein Kilometer lange, kurvenreiche Rundkurs führte auf Wiesen dem Lac Léman entlang.  

Vor allem in den engen Kurven war der Boden nass. Als kleine Hindernisse galt es pro Runde vier Baumstämme zu überspringen. Die Frauen sowie die Läuferinnen der Kategorie U23 wurden gemeinsam ins Rennen über sechs Kilometer geschickt. Das Feld war zwar nicht mehr so gross wie noch in Düdingen, dafür aber stärker besetzt. Flavia kam am Start gut weg und führte das Feld die ersten zwei Runden an. Anschliessend übernahm Chiara Scherrer, ebenfalls Cross-EM-Teilnehmerin, die Führungsarbeit.

Besseres Ende für Chiara Scherrer

«In der ersten Rennhälfte waren wir zu dritt mit Andrea Meier unterwegs, die dann abreissen lassen musste. Ich versuchte mich dann am Anfang des letzten Kilometers im Wissen um Chiara’s Endschnelligkeit abzusetzen.» Ein Vorhaben, welches der Athletin der Läuferriege Gettnau nicht nach Wunsch gelang. So setzte die Clubkollegin von Fabienne Schlumpf etwa 300 Meter vor dem Ziel zum Schlussspurt an, dem Flavia nichts entgegenzusetzten hatte. Mit vier Sekunden Rückstand beendete Flavia das Rennen als Zweitplatzierte. «Klar ist es schade ein Rennen so zu verlieren. Trotzdem bin ich mit meinem zweiten Rang zufrieden. Chiara und ich konnten uns gegenseitig herausfordern und ein gutes Rennen laufen», so die Ufhuserin.

Stefan Lustenberger ebenfalls nur knapp geschlagen

Bei den Männern war Berglaufspezialist Stefan Lustenberger am Start. Nach acht Kilometern musste er sich lediglich Vorjahressieger Oumoussa Zouhair aus Lausanne geschlagen geben. Mit einem Rückstand von sieben Sekunden beendete der Krienser das Rennen auf dem starken zweiten Rang.

Resultate

Video

Flavia Stutz eröffnet die Saison mit einem Sieg

UBS Cross Düdingen

Bei idealen Laufverhältnissen, Sonnenschein und angenehmen Temperaturen startete Flavia am Samstag 13. Januar beim UBS Cross in Düdingen.

Den coupierten Rundkurs à 1000 Meter galt es für die Frauen fünfmal zu laufen. Da die Männer der Kategorie U18  sowie alle Frauenkategorien ab den Juniorinnen gemeinsam starteten, konnte ein grosses Läuferfeld auf die Strecke geschickt werden. «An Schweizer Crossläufen hat es leider meistens nur wenige Teilnehmer. Deshalb war es umso schöner, in einem solch grossen Feld laufen zu können», so Flavia. In der ersten Runde wurde an der Spitze «gebummelt», weshalb das gesamte Feld nach der ersten Zielpassage noch dich beisammen war. In der Folge wurde das Tempo von den U18-Jungs erhöht, wodurch das Feld in die Länge gezogen wurde.

Quelle: © Athletix.ch

Flavia lief von Beginn weg an der Spitze des Frauenfeldes. «Ich konnte gut mit den Jungs mitlaufen und mich im Verlauf des Rennens noch einige Ränge nach vorne arbeiten.» So konnte die 21-jährige nach gut 18 Minuten als erste Frau ins Ziel laufen. «Mit meinem ersten Rennen im 2018 bin ich zufrieden. Die Strecke in Düdingen war abwechslungsreich und der Anlass gut besucht. Nun freue ich mich auf die kommenden Crossläufe in Lausanne, Luzern und den Schweizermeisterschaften in Genf».

Rangliste

Flavia Stutz läuft als beste Schweizerin auf Rang 36

Cross-EM Samorin

Bei ihrer vierten Teilnahme an Cross-Europameisterschaften lief die Ufhuserin Flavia Stutz in der Kategorie U23 als beste Schweizerin auf den 36. Rang. Auch im kommenden Jahr ist die 21-Jährige noch einmal in derselben Kategorie startberechtigt.

Das 15-köpfige Team, welches die Schweiz an den diesjährigen Cross-Europameisterschaften vertrat, reiste am Freitag über Zürich und Wien in die Slowakei. Am Samstag fand die obligate Streckenbesichtigung statt. Der flache Rundkurs à1500 Meter war mit drei Baumstämmen, drei künstlichen Hügeln sowie einem kleinen Wassergraben bespickt. Zudem galt es einen Abschnitt durch Sand und eine etwas 100 Meter lange Teilstrecke auf der Pferderennbahn zu absolvieren. Für Flavia Stutz hätte der Boden ruhig etwas tiefer, dreckiger und die Strecke etwas hügeliger sein dürfen: «Das war eher ein flaches Strassen- anstatt ein Crossrennen und bereits im Vorfeld war klar, dass das ein sehr schneller Wettkampf werden würde.»

Erste Ranglistenhälfte lediglich um fünf Sekunden verpasst

Das U23-Team an der Cross-EM

Bei trockenem, sonnigem aber durch den Wind sehr kaltem Wetter wurden am Sonntag die 62 Läuferinnen der Kategorie U23 ins Rennen über 6.28 Kilometer geschickt. Dabei galt es vier Runden zu absolvieren. Flavia Stutz nahm den Wettkampf gemeinsam mit ihren Nationalmannschaftskolleginnen Chiara Scherrer und Fiammetta Troxler in Angriff. Dabei gelang der 21-Jährigen ein guter Start. « Ich fand schnell meinen eigenen Lauf-Rhythmus. Trotzdem fand ich mich in den hintersten Positionen des Feldes wieder. In der Folge gelang es mir, Position um Position gut zu machen und mich nach vorne zu arbeiten.» Nach 6.28 Kilometer und einer Zeit von 22:13 Minuten erreichte sie das Ziel als 36. «Eine Rangierung in der ersten Ranglistenhälfte wäre zwar schön gewesen. Doch aufgrund meiner Vorbereitung darf ich mit diesem Ergebnis zufrieden sein. Die richtig harten Cross-Trainings haben mir gefehlt.» Ein Blick in die Rangliste zeigt, wie nahe die Athletinnen zusammenlagen. Auf den 31. Rang – gleichbedeutend mit der ersten Ranglistenhälfte – verlor die Ufhuserin lediglich fünf Sekunden. Im Vergleich mit dem Vorjahr konnte sich Flavia Stutz um einen Rang verbessern. Die weiteren Schweizerinnen klassierten sich mit 21 und 23 Rückstand auf die Ufhuserin auf den Rängen 47 (Scherrer) und 49 (Troxler). In der Teamwertung reichte dies lediglich zum zehnten und vorletzten Platz unter elf klassierten Teams.

Motivation getankt

An der Spitze dominierten derweil die deutschen Lauftalente Alina Reh und Konstanze Klosterhalfen das Rennen. Am Ende siegte Reh vor Klosterhalfen und Jessica Judd aus Grossbritannien, ihreszeichens WM-Halbfinalistin über 1500 Meter. Im nächsten Jahr wird Flavia zum letzten Jahr in der U23 Kategorie startberechtigt sein. «Diese Chance will ich nutzen, und mich im kommenden Herbst intensiv auf die Cross-Saison vorbereiten», blickt die Ufhuserin voraus. Nach einer lockeren Woche wird Flavia das Training wie gewohnt fortsetzen und sich auf die Cross-Saison in der Schweiz, mit den Schweizermeisterschaften von Anfangs März als Höhepunkt, vorbereiten. «Die Teilnahme an den Cross-Europameisterschaften, verbunden mit vielen Erlebnissen und Erfahrungen, war sehr schön. Im Nationaldress laufen zu dürfen, ist stets eine riesige Motivation.»