Höhentrainingslager in St. Moritz

St. Moritz ist bei den Läufern im Sommer ein beliebter Ort für Höhentrainingslager. Unzählige abwechslungsreiche Laufstrecken entlang der Seen aber auch die Berge, die zentral gelegene Leichtathletikanlage und angenehme Temperaturen bieten optimale Bedingungen, von denen auch  Sara, Dominik, Yvonne und Flavia profitierten.

Sara mietete für zwei Wochen zusammen mit Kolleginnen ausserhalb von St.Moritz eine Wohnung. Dominik leitete ein Nachwuchslager, an dem auch Flavia teilnehmen durfte. Yvonne stiess am Ende der ersten Woche zur Gruppe. Viele verschiedene Trainingseinheiten standen auf dem Programm. Hier einen kleinen Einblick: Dauerläufe nach Pontresina und über die Kamelbuckel zurück nach St.Moritz, um den St.Moritzersee, Champfèrersee, Stazersee sowie der «traditionelle» Dauerlauf von Maloja zurück nach St.Moritz entlang des Silsersees, Silvaplanersees, und des Champfèrersees. Auch Einheiten in den Bereichen Kraft, Gymnastik, Koordination, sowie Sprints und zwei Intervalleinheiten auf der Bahn wurden absolviert. Dabei konnte immer wieder nationalen und internationalen Topläufern beim Training zugeschaut werden – eindrücklich, wie schnell und locker diese laufen können! Die Abkühlung im Stazersee aber auch das Kneippen im St. Moritzersee waren nach den Einheiten ein Genuss.

Gute Basis für zweite Saisonhälfte erarbeitet

Auch Ausflüge mit den Bergbahnen standen auf dem Programm. Der Sonntagsausflug führte vom Muottas Moragl zur Alp Languard und von dort aus runter nach Pontresina. Ein Teil der Gruppe ging weiter auf den Diavolezza. Dort konnte die eindrückliche Gletscherlandschaft bestaunt werden. Die Gratis-Bergbahnenkarte galt es auszunutzen. An den trainingsfreien Halbtagen wurden Ausflüge auf den Piz Nair und den Corvatsch unternommen, wo jeweils die wunderschöne Berglandschaft genossen werden konnten. Die zwei Wochen vergingen sehr schnell. Dabei konnte  eine gute Basis für die zweite Saisonhälfte erarbeitet werden. Bald geht’s weiter mit verschiedenen Bahnrennen und Strassenläufen.

Stefan Lustenberger überzeugt in Polen

Berglauf Langdistanz WM

Die diesjährige Langdistanz Berglauf-WM fand in Karpacz in Polen statt. Die Strecke führte über zwei Runden mit gesamthaft 36km und 2200 Höhenmeter hoch und runter. Die Laufbedingungen waren sehr anspruchsvoll. Während des ganzen Rennens gab es Nieselregen, welcher den felsigen Laufuntergrund in eine schlüpfrige Oberfläche verwandelte. Auf dem höchsten Punkt befanden sich die Temperaturen nahe beim Gefrierpunkt bei mässigem Wind. Auf der ersten Runde konnte Stefan ein gutes Rennen laufen, die Beine fühlten sich frisch an und auf den technischen Abwärtspassagen konnte er einige Ränge gut machen. Beim Wendepunkt befand er sich auf dem hervorragenden 8. Rang. Doch auf der zweiten Runde machten sich starke Krämpfe in der Wade sowie in den Hüften bemerkbar, wodurch Stefan das Tempo stark drosseln musste und bis zum höchsten Punkt einige Ränge verlor. Bei der anschliessenden Downhillpassage liessen zum Glück die Krämpfe nach und Stefan konnte seine Position bis ins Ziel halten. Als drittbester Schweizer erreichte Stefan das Ziel als 23. In der Teamwertung erreichte er gemeinsam mit Jonathan Schmid (Rang 6) und Pascal Egli (Rang 17) den tollen vierten Rang.

Resultate

Flavia und Sara an der Erstaustragung des CITIUS-Meetings

CITIUS-Meeting Bern 

Das CITIUS-Meeting im Berner Wankdorf-Stadium wurde von sechs jungen Bernern ins Leben gerufen. Den Organisatoren gelang es vor dem grossartigen Abendprogramm mit internationalen Spitzenathleten auch am Nachmittag starke, grosse Teilnehmerfelder aufzustellen. Und auch das Wetter machte mit, Sonnenschein und wenig Wind führten zu idealen Bedingungen. Mit Sara und Flavia standen auch zwei Mitglieder vom Mittelstreckler.ch-Team  im Einsatz. Sara stellte sich als Pacemakerin zur Verfügung. Ihren ersten Einsatz hatte sie am Nachmittag. Auch im PRE-Programm am Vorabend konnte die 25-jährige die Teilnehmerinnen dank ihrer genauen Führungsarbeit zu starken Zeiten führen.

Flavia verpasst die angestrebte Zielzeit

Sechs Tage nach ihrem 8. Rang am Frauenlauf lief Flavia in Bern zum zweiten Mal in dieser Saison über die 3000 Meter. Sie erhoffte sich, die in Langenthal gelaufene Zeit von 9:42min unterbieten oder zumindest bestätigen zu können. Das Teilnehmerinnenfeld war mit 23 Athletinnen so gross wie selten. Nach dem Start reihte sich die 21-jährige an vierter Position hinter Priska Auf der Maur ein. So konnte sie regelmässige Rundenzeiten laufen. Nach Rennhälfte musste Flavia zwei Athletinnen vorbeiziehen lassen und Priska konnte sich leicht absetzen. Auf dem letzten Kilometer büsste Flavia nochmals ein paar Sekunden auf ihre «Zielzeit» ein. Die Ufhuserin konnte im Endspurt noch eine Athletin überholen und hinter Priska Auf der Maur und Selina Ummel als drittbeste Schweizerin auf dem fünften Rang ins Ziel laufen. «Mit meiner Zeit von 9:50 Minuten  bin ich nicht ganz zufrieden. Schade, dass ich die guten Bedingungen nicht besser nutzen konnte. Ingesamt war es ein super Anlass, wobei die vielen Zuschauer für eine extrem motivierende Atmosphäre sorgten.»

 

Nächster Fixpunkt: Schnelligkeitstest über 1500m und Gigathlon

Als nächstes wird die Ufhuserin im Dress der LR Gettnau in einer Woche einen «Schnelligkeitstest» über 1500 Meter absolvieren. «Diese Distanz bin ich seit drei Jahren nicht mehr gelaufen. Ich bin gespannt, was für eine Zeit möglich ist.» Vier Tage später wird Flavia im Fünferteam am Gigathlon in Arosa/Davos teilnehmen. Dabei wird sie am ersten Tag einen Traillauf von 19 km und am zweiten Tag die eher flachere Strecke von 13 km laufen.

Resultate

Stefan Lustenberger gewinnt SM-Silber

Berglauf-SM Bütschwil

Die diesjährigen Schweizermeisterschaften im Berglauf fanden im Kanton St.Gallen statt und wurden im Rahmen der Kreuzegg Classic ausgetragen. Stefan Lustenberger klassierte sich als zweitbester Schweizer auf Rang drei.

© Hugo Rey

Die 13.1 Kilometer lange Strecke führte von Bütschwil auf die Kreuzegg, wobei es 860 Höhenmeter aufwärts und 120 Höhenmeter abwärts zu bewältigen galt.  Die ersten acht Kilometer führten über einen relativ flachen Kurs ohne grosse Höhendifferenz, was zu einem sehr schnellen Start führte. Stefan lief von Anfang an mit der Spitzengruppe mit. Nach rund acht gelaufenen Kilometern setzte sich Christian Mathys von der Spitzengruppe ab und das Feld wurde stark in die Länge gezogen. Stefan versuchte dabei den Abstand zum ersten Läufer möglichst klein zu halten. Nach acht Kilometern ging es dann steil den Berg hoch und Stefan reihte sich an vierter Position ein, dicht gefolgt von mehreren Läufern. Die letzten zwei Kilometer waren nochmals stark coupiert und mit mehreren steilen Anstiegen versehen.

Nächster Halt: Berglauf-WM

Bis auf den letzten Kilometer lief Stefan an vierter Position. In der Folge konnte er nochmals einen Rang gut machen, da der Zweitplatzierte aufgrund eines Missgeschicks in die falsche Richtung lief. Als Endergebnis resultierte ein toller dritter Platz in der Tageswertung sowie ein zweiter Platz in der Schweizermeisterschaftswertung. Als nächster Höhepunkt folgt für Stefan die Teilnahme an den Berglaufweltmeisterschaften über die Langdistanz, welche in knapp drei Wochen in Polen stattfinden werden.

Rangliste

An verschiedenen Fronten im Einsatz

Meeting Montbéliard/ SOLA Basel / SVM Hochdorf / Meeting Oordegem

Am vergangenen Wochenende standen Flavia, Sara und Steffi an verschiedenen Fronten im Einsatz – mit unterschiedlichem Erfolg.

Flavia im Dienste des Vereins

Flavia reiste am Samstag mit der LR Gettnau an die erstmals ausgetragene SOLA Stafette in Basel. Für einmal war die Einzelsportlerin im Team unterwegs. Zusammen mit neun VereinskollegInnen absolvierte Flavia die Strecke, welche gesamthaft 80km umfasste und durch drei Kantone, zwei Städte und 15 Gemeinden führte. Für Flavia war die Teilstrecke 8 von 11,2 Kilometer wohl etwas zu kurz, sodass sie noch eine kleine Zusatzschleife anhängte. Trotz diesem Missgeschick lief die Truppe aus Gettnau auf den zweiten Rang.

Resultate SOLA Basel

 

 

Ein Schritt in die richtige Richtung

Für Sara stand am Wochenende ein Doppeleinsatz auf dem Programm. Am Freitag reiste die Primarlehrerin ins französische Montbéliard. Dort absolvierte sie ihren ersten 800-Meter-Lauf seit dem Meeting in Zofingen, wo ihr der Saisonstart über diese Distanz missglückt war. Sara wurde in die B-Serie eingeteilt. Das Rennen wurde erwartungsgemäss zügig gestartet. Die 25-Jährige lies die Spitze ziehen und lief mit etwas Abstand ihr eigenes Tempo. Gegen Ende konnte sie die Pace noch etwas steigern und die eine oder andere Athletin ein- und überholen. Am Ende resultierten solide 2:13.07 Minuten.

Resultate Montbéliard

Punktemaximum geholt

Nach einer nicht all zu langen Nacht galt es für Sara am Samstagmittag bereits wieder ernst. An der SVM (Nationalliga C) in Hochdorf ging es auf Punktejagd für das Team der LG Nordstar Luzern. Da an der SVM Rangpunkte vergeben werden, war die Zeit für einmal nebensächlich.  Nach einer ersten Schrecksekunde – es kam fast zu einer Disqualifikation – konnte das Rennen gestartet werden. Das Tempo war nicht allzu hoch und Sara lief stets in der Spitzengruppe mit. Gut 300 Meter vor dem Ziel verschärfte sie das Tempo und konnte einen ungefährdeten Sieg und somit 16 Punkte nachhause laufen. Am Ende des Wettkampftages resultierte ein 5. Schlussrang für das Team der LG Nordstar Luzern. Somit war das angestrebte Ziel Ligaerhalt geschafft.

Resultate SVM Hochdorf

Enttäuschung für Stefanie Barmet

Nachdem sie den Saisoneinstieg über 1500 Meter bereits nach hinten verschoben hatte, reiste Stefanie Barmet am vergangenen Wochenende mit gemischten Gefühlen ins belgische Oordegem. Dabei kam sie gar nicht auf Touren, hatte früh «leere Beine» und musste sich mit einer Zeit von 4:25.11 und dem letzten Rang in der ersten Serie zufrieden geben.

Resultate Oordegem

Durchzogene Standortbestimmung in Pliezhausen

Das internationale Läufermeeting der krummen Strecken in Pliezhausen lockt jährlich diverse Topathleten aus den umliegenden Ländern an. Sara Jost und Stefanie Barmet standen dabei über 1’000 Meter im Einsatz.

© Läufermeeting Pliezhausen

Wie in den Vorjahren nutzten Sara Jost und Stefanie Barmet das internationale Läufermeeting in Pliezhausen für eine Standortbestimmung. Bei idealen Bedingungen wurde das 16-köpfige Feld auf die zweieinhalb Bahnrunden geschickt. Bereits kurz nach dem Start konnte sich eine Vierergruppe bestehend aus dem Pacemaker sowie einem Spitzentrio vom restlichen Feld lösen. Dahinter bildeten sich weitere Gruppen. Stefanie Barmet konnte anfangs mit der zweiten Gruppe mitlaufen und passierte die 400-Meter-Marke nach ca. 66 Sekunden. Bereits nach 500 Meter bekundete sie aber Mühe mit dem Tempo und wurde in der Folge langsamer. Am Ende resultierte Rang sieben in einer Zeit von 2:48.31 Minuten, womit die 26-Jährige deutlich über ihrer Bestzeit aus dem Vorjahr (2:44.05) blieb. «Der Formaufbau ist auf Juli ausgelegt, dann will ich in Topform sein. Bis dahin liegt noch viel Arbeit vor mir.» Sara Jost zeigte sich mit ihrem Resultat äusserst zufrieden. Lange Zeit in der dritten Gruppe mitlaufend, büsste sie gegen Rennende noch etwas Zeit ein. Dennoch blieben die Uhren nach 2:51.60 Minuten stehen, womit sie ihre Saisonbestzeit um zwei Zehtelssekunden verbessern und das Ziel als zweitbeste Schweizerin erreichen konnte. Am Samstag wird die 25-Jährige anlässlich des Pfingstmeetings in Zofingen erstmals in dieser Saison über zwei Bahnrunden antreten.

Resultate

Erfreuliche Ergebnisse an diversen Strassenläufe

Nach einer langen Cross-Saison nahm Flavia Ende März die ersten Strassenläufe in Angriff. Nach anfänglichen Problemen kam sie in den vergangenen Wochen immer besser in Fahrt.

Ende März standen für Flavia Stutz die Schweizermeisterschaften über 10 Kilometer auf dem Programm. In Oberriet SG lief es der Ufhuserin nicht nach Wunsch. «Das ganze Rennen war ein „Knorz“.» Schlussendlich beendete sie den Lauf auf dem achten Rang in einer Zeit von 36 Minuten und 12 Sekunden.

Rang zwei am Rotseelauf

Mitte April nahm Flavia am Rotseelauf teil. Bei sommerlichen Temperaturen absolvierte die 21-jährige zum ersten Mal die 10 Kilometer rund um den Rotsee. «Die abwechslungsreiche, coupierte Strecke war anspruchsvoll, aber sehr schön. Ich kannte sie schon ein wenig von den Trainingsläufen mit Yvonne und Dominik.» Hinter der Langenthalerin Nicole Egger konnte Flavia das Rennen in 37 Minuten auf dem zweiten Platz beenden.

Sieg an der zweiten Etappe der «GO-IN6WEEKS»

Am 25. April startete Flavia bei der zweiten Etappe der Mittwochabend-Laufserie «GO-IN6WEEKS», die in diesem Jahr schon zum siebten Mal erfolgreich durchgeführt wird. «Ich durfte als Promi-Läuferin antreten. Somit konnten alle Anwesenden vor dem Lauf meine Laufzeit schätzen. Ich war beeindruckt, wie gut die Teilnehmer mich einschätzten, lag doch der beste Wettbewerbsteilnhemer mit seiner Prognose nur eine Sekunde von meiner gelaufenen Zeit entfernt.» Die Strecke in und um Dagmersellen war hügelig. Das angenehme Wetter und die familiäre Stimmung machten den Lauf für Flavia zu einem sehr schönen Erlebnis. Die 21-Jährige konnte das Frauen-Rennen über 8.8 Kilometer in 32 Minuten für sich entscheiden und musste dabei nur wenigen Männern den Vortritt lassen.

Sieg am Luzerner Stadtlauf und am Sempacherseelauf

Am darauffolgenden Samstag stand bereits der nächste Wettkampf auf dem Programm. Schon zum elften Mal startete Flavia bei ihrem Lieblingslauf, dem Luzerner Stadtlauf, den sie mit grossem Vorsprung gewann (siehe Bericht zum Stadtlauf).  Nach dem guten Rennen beim Auffahrtsmeeting in Langenthal (siehe Bericht Auffahrtsmeeting) nahm Flavia zwei Tage später bei sommerlichen Temperaturen am Sempacherseelauf teil. Für die Ufhuserin war der Lauf über die 10 Kilometer ein letzter Test vor den Halbmarathon Schweizermeisterschaften, die am  27. Mai in Lugano ausgetragen werden. «Ich startete ungewohnt schnell ins Rennen. So musste ich ab etwa Rennhälfte dem hohen Anfangstempo etwas Tribut zollen. Mit der Hilfe zweier Läufer, mit denen ich zeitweise zusammenlaufen konnte, gelang es mir, die Pace einigermassen hochzuhalten.» So lief Flavia hinter fünf Männern nach 36:31 Minuten als Siegerin ins Ziel. «Diese Distanz bei sommerlichem Wetter nochmals wettkampfmässig laufen zu können, war eine gute Vorbereitung für meinen zweiten Halbmarathon in zwei Wochen. Ich freue mich darauf.»

© Sempacherseelauf

Gelungener Auftakt in die Bahnsaison

Auffahrtsmeeting Langenthal

Viele Leichtathleten nutzten das Auffahrtsmeeting in Langenthal als erste Standortbestimmung. Der Wettkampf ist seit Jahren für starke Felder auf den Mittelstreckendistanzen bekannt. Sara und Flavia entschieden sich daher für einen Saisonstart in Langenthal.

Für Sara galten die 1000m in Langenthal als erste Standortbestimmung. Ohne grosse Erwartungen reiste sie ins Oberaargau und war gespannt, wie sie sich im 1000- Meter-Feld mit einigen namhaften Konkurrentinnen behaupten würde. Von Beginn weg übernahmen die jungen Athletinnen aus Fortuna die Spitze und sorgten für eine regelmässige Pace. Gut 300m vor dem Ziel setzte sich Kerstin Rubin an die Spitze und verschärfte das Tempo. Kerstin konnte sich zusammen mit Priska Auf der Mauer leicht vom Feld absetzen. Sara folgte den beiden mit einem kleinen Rückstand. Sie konnte die Lücke bis ins Ziel nicht mehr schliessen,  aber den dritten Schlussrang ins Ziel retten. Die Zeit stoppte für Sara bei 2:51.79 Minuten, womit sich die Primarlehrerin sichtlich zufrieden zeigte. Bereits am Sonntag wird sie in Pliezhausen erneut über zweieinhalb Bahnrunden antreten.

Flavia Stutz nahe an der Bestzeit

Etwas später galt es auch für Flavia ernst. In einem stark besetzten Feld mit einigen international erfahrenen Athletinnen war ein schnelles Rennen garantiert. Schon kurz nach dem Start setzte sich ein Führungsduo bestehend aus Martina Strähl und Chiara Scherrer an die Spitze. Diesem Schnellzug vermochte Flavia nicht ganz zu folgen. Mit etwas Abstand auf das Spitzenduo folgten Martina Tresch und Flavia. Die beiden fanden schnell einen guten Rhythmus und waren fortan als Duo unterwegs. Martina konnte sich am Ende noch etwas von Flavia absetzen. Flavia überquerte die Ziellinie als Viertplatzierte in starken 9:42.96 Minuten, wobei sie fast an ihre Bestzeit von 9:42.53 Minuten herankam. «Endlich gelang es mir, nahe an meine dreijährige Bestzeit heranzulaufen», so die Ufhuserin nach ihrem gelungenen Rennen.

Resultate

Topresultate an der Cross-SM

Cross-SM Genf

Anlässlich der Cross-Schweizermeisterschaften in Genf verpasst Flavia Stutz die Titelverteidigung knapp. Stefanie Barmet läuft im Kurzcross auf den dritten Rang, Stefan Lustenberger wird im Langcross starker 4.

© Daniel Mitchell

Die diesjährigen Schweizermeisterschaften im Crosslauf wurden auf einem ein Kilometer langen, flachen Rundkurs in Genf ausgetragen. Mehrere Baumstämme, Kurven und ein kleiner Hügel sorgten für Rhythmusbrecher und Abwechslung. Der Boden war trotz Schnee relativ tief und matschig. Die Ufhuserin Flavia Stutz nahm den Langcross der Frauen über acht Kilometer als Titelverteidigerin in Angriff. Zu Beginn bildete sich eine rund siebenköpfige Spitzengruppe, ehe die Langenthalerin Nicole Egger die Spitze übernahm. «Schon bald waren wird nur noch zu viert und kurz darauf als Duo unterwegs. Ich versuchte so lange wie möglich an Nicole dranzubleiben, doch in der letzten Runde musste ich sie ziehen lassen. Zum Glück wurde ich nicht mehr eingeholt.» Mit drei Sekunden Rückstand erreichte die Ufhuserin das Ziel als Zweitplatzierte. DerDrittplatzierten Christine Müller (LC Scharnachtal) nahm sie sechs Sekunden ab. «Schade, konnte ich meinen Titel nicht verteidigen. Hinten raus fehlte mir einfach die Kraft.» Da in der Kategorie U23 nur zwei Athletinnen am Start waren, wurden keine SM-Medaillen vergeben. Bereits in drei Wochen stehen für Flavia Stutz mit den Strassenlauf-  Schweizermeisterschaften über zehn Kilometer die nächsten Titelkämpfe an.

Stefan Lustenberger überrascht sich selbst

© Daniel Mitchell

Berglaufspezialist Stefan Lustenberger hatte sich nach zwei Wochen Ferien in Kirgistan nicht allzu viel vorgenommen. Die SM galt als Qualifikationslauf für die Studenten-Cross-Weltmeisterschaften, welche anfangs April in St. Gallen stattfinden werden. «Mein Ziel war es ein gutes Rennen zu zeigen und mich so für die WM zu empfehlen.» Gleich nach dem Start des Langcross-Rennens, welches über zehn Runden führte, reihte sich der Geologie-Student an dritter, vierter Position ein. «Ich versuchte einfach mitzuhalten und dranzubleiben.» Erst nach einer Tempoverschärfung in den letzten zwei Runden musste er die Spitze ziehen lassen. Hinter dem 5000-Meter-Schweizermeister Jonas Raess (LC Regensdorf), Marathonspezialist Adrian Lehmann (LV Langenthal) sowie dem Genfer Sullivan Brunet lief er auf den vierten Rang, wobei er 19 Sekunden auf den Drittplatzierten einbüsste. Ab seinem Resultat zeigte sich der 23-Jährige überrascht. «Wenn ich sehe, dass ich im Flachen so lange mit Adrian Lehmann oder Jonas Raess mitlaufen konnte, stimmt mich das für die kommenden Wettkämpfe sehr zuversichtlich.» Saisonhöhepunkt sollen die Langdistanz- sowie die Kurzdistanz-Weltmeisterschaften im Berglauf werden, welche im Juni und September stattfinden.

Offensives Rennen von Stefanie Barmet

© Daniel Mitchell

Stefanie Barmet (STV Willisau) war wie im Vorjahr im Kurzcross der Frauen über drei Kilometer am Start. Die Egolzwilerin startete offensiv und lief von Beginn weg mit der Bernerin Delia Sclabas und Lisa Kurmann (LV Winterthur) mit. Nach 1.5 Kilometer wurde es richtig hart und sie musste zuerst Sclabas und später auch Kurmann ziehen lassen. Gegen Rennende kam sie der Zweitplatzierten noch einmal näher So beendete die 26-Jährige das Rennen wie im Vorjahr als Drittplatzierte, wobei sie 10 Sekunden auf die Siegerin Lisa Kurmann und lediglich drei Sekunden auf Delia Sclabas einbüsste. « Schade, dass ich Delia nicht noch einholen konnte. Momentan gelingt es mir noch nicht, die Trainingsleistung im Wettkampf umzusetzen. Dennoch konnte ich mich gegenüber der Hallen-SM steigern. Nun freue ich mich auf die Vorbereitung für die Sommersaison.» 

Resultate