Flavia Stutz läuft als beste Schweizerin auf Rang 36

Cross-EM Samorin

Bei ihrer vierten Teilnahme an Cross-Europameisterschaften lief die Ufhuserin Flavia Stutz in der Kategorie U23 als beste Schweizerin auf den 36. Rang. Auch im kommenden Jahr ist die 21-Jährige noch einmal in derselben Kategorie startberechtigt.

Das 15-köpfige Team, welches die Schweiz an den diesjährigen Cross-Europameisterschaften vertrat, reiste am Freitag über Zürich und Wien in die Slowakei. Am Samstag fand die obligate Streckenbesichtigung statt. Der flache Rundkurs à1500 Meter war mit drei Baumstämmen, drei künstlichen Hügeln sowie einem kleinen Wassergraben bespickt. Zudem galt es einen Abschnitt durch Sand und eine etwas 100 Meter lange Teilstrecke auf der Pferderennbahn zu absolvieren. Für Flavia Stutz hätte der Boden ruhig etwas tiefer, dreckiger und die Strecke etwas hügeliger sein dürfen: «Das war eher ein flaches Strassen- anstatt ein Crossrennen und bereits im Vorfeld war klar, dass das ein sehr schneller Wettkampf werden würde.»

Erste Ranglistenhälfte lediglich um fünf Sekunden verpasst

Das U23-Team an der Cross-EM

Bei trockenem, sonnigem aber durch den Wind sehr kaltem Wetter wurden am Sonntag die 62 Läuferinnen der Kategorie U23 ins Rennen über 6.28 Kilometer geschickt. Dabei galt es vier Runden zu absolvieren. Flavia Stutz nahm den Wettkampf gemeinsam mit ihren Nationalmannschaftskolleginnen Chiara Scherrer und Fiammetta Troxler in Angriff. Dabei gelang der 21-Jährigen ein guter Start. « Ich fand schnell meinen eigenen Lauf-Rhythmus. Trotzdem fand ich mich in den hintersten Positionen des Feldes wieder. In der Folge gelang es mir, Position um Position gut zu machen und mich nach vorne zu arbeiten.» Nach 6.28 Kilometer und einer Zeit von 22:13 Minuten erreichte sie das Ziel als 36. «Eine Rangierung in der ersten Ranglistenhälfte wäre zwar schön gewesen. Doch aufgrund meiner Vorbereitung darf ich mit diesem Ergebnis zufrieden sein. Die richtig harten Cross-Trainings haben mir gefehlt.» Ein Blick in die Rangliste zeigt, wie nahe die Athletinnen zusammenlagen. Auf den 31. Rang – gleichbedeutend mit der ersten Ranglistenhälfte – verlor die Ufhuserin lediglich fünf Sekunden. Im Vergleich mit dem Vorjahr konnte sich Flavia Stutz um einen Rang verbessern. Die weiteren Schweizerinnen klassierten sich mit 21 und 23 Rückstand auf die Ufhuserin auf den Rängen 47 (Scherrer) und 49 (Troxler). In der Teamwertung reichte dies lediglich zum zehnten und vorletzten Platz unter elf klassierten Teams.

Motivation getankt

An der Spitze dominierten derweil die deutschen Lauftalente Alina Reh und Konstanze Klosterhalfen das Rennen. Am Ende siegte Reh vor Klosterhalfen und Jessica Judd aus Grossbritannien, ihreszeichens WM-Halbfinalistin über 1500 Meter. Im nächsten Jahr wird Flavia zum letzten Jahr in der U23 Kategorie startberechtigt sein. «Diese Chance will ich nutzen, und mich im kommenden Herbst intensiv auf die Cross-Saison vorbereiten», blickt die Ufhuserin voraus. Nach einer lockeren Woche wird Flavia das Training wie gewohnt fortsetzen und sich auf die Cross-Saison in der Schweiz, mit den Schweizermeisterschaften von Anfangs März als Höhepunkt, vorbereiten. «Die Teilnahme an den Cross-Europameisterschaften, verbunden mit vielen Erlebnissen und Erfahrungen, war sehr schön. Im Nationaldress laufen zu dürfen, ist stets eine riesige Motivation.»

Flavia Stutz vor ihrer vierten Cross-EM

Cross EM

Am kommenden Sonntag finden die 24. Cross-Europameisterschaften in Šamorín (Slovakei) statt. Die Ufhuserin Flavia Stutz konnte sich zum vierten Mal in Folge für die Kontinentalmeisterschaften im Geländelauf qualifizieren.

Angeführt wird das 15-köpfige Team, welches die Schweiz in Šamorín vertreten wird, von Fabienne Schlumpf (TG Hütten). Die Olympiafinalistin über 3000 Meter Steeple lief im Vorjahr auf den tollen achten Rang. Mit Martina Tresch (GG Bern) und Jonas Raess (LC Regensdorf) sind zwei weitere Aktive am Start. In der Kategorie U23 wurde ein Frauenteam sowie ein Mann selektioniert. Bei den Juniorinnen sowie den Junioren stehen je vier Frauen und Männer am Start. Die Ufhuserin Flavia Stutz konnte sich nach 2014, 2015 und 2016 zum vierten Mal in Folge für die Cross-Europameisterschaften qualifizieren. Am ersten Selektionslauf in Regensdorf entschied die Läuferin der LR Gettnau das Rennen der Kategorie U23 für sich. Der zweite Qualilauf fand in Tilburg (Holland) statt. Trotz Sturz und Erkältung in der Vorwoche erreichte die 21-Jährige den dritten Rang in ihrer Kategorie. Aufgrund der erbrachten Resultate an den beiden Selektionsrennen wurde die amtierende Langcross-Schweizermeisterin bei den Aktiven gemeinsam mit Chiara Scherrer (TG Hütten) sowie Fiametta Troxler (LC Zürich) in der Kategorie U23 für die Cross-EM selektioniert.

Kämpfen bis am Schluss

Im Vorjahr lief die Gärtnerin Zierpflanzen und Floristin im italienischen Chia in einem sehr schnellen Rennen auf den 37. Rang. Auch 2017 werden die Läuferinnen der Kategorie U23 eine Strecke von sechs Kilometer absolvieren. «Aufgrund einer Erkältung habe ich eine Trainingswoche verloren. Dementsprechend fehlen mir ein paar gute Intervalleinheiten. Damit ich in Topform antreten könnte, müsste die EM rund drei, vier Wochen später stattfinden», so Flavia Stutz. Dennoch wird die Ufhuserin, die an Wettkämpfen regelmässig über sich hinauswachsen kann, versuchen, das bestmögliche Resultat zu erzielen. «Ich darf den Start nicht verschlafen, möchte mein eigenes Rennen laufen und werde bis am Schluss um jede Platzierung kämpfen.» Im Vorjahr war die Ufhuserin noch als einzige U23-Athletin aus der Schweiz am Start, nun tritt sie im Dreierteam an. «Auch wenn die Rennvorbereitung individuell absolviert wird, freue ich mich darauf, nicht als einzige Schweizerin im Wettkampf zu sein. Ich hoffe, dass wir uns gegenseitig motivieren können und Spass haben werden.» Die Vorfreude aufs das Rennen im Schweizer Dress – nach der U23-EM über 10’000 Meter der zweite in diesem Jahr – ist gross. «Ich bin gespannt, wie die Strecke sein wird und freue mich auf das ganze Drumherum.»

Flavia Stutz an der letztjährigen Cross-EM.

Weitere Infos, Resultate und Livestream: http://www.samorin2017.sk/en/ respektive http://www.european-athletics.org/index.html

Flavia Stutz überzeugt auch in Tilburg

2. Selektionslauf für die Cross-EM

Am 10. Dezember finden die Cross-Europameisterschaften in Šamorín  (SVK) statt. Die Ufhuserin Flavia Stutz befindet sich nach wie vor auf dem besten Weg um sich zum vierten Mal in Folge für die Kontinentalmeisterschaften im Geländelauf zu qualifizieren.

Die diesjährigen Cross-Europameisterschaften werden in Šamorín in der Slowakei ausgetragen. Eine Teilnahme an diesem Grossanlass hat sich auch die Ufhuserin Flavia Stutz zum Ziel gesetzt. Nach 2014, 2015 und 2016 wäre es ihre vierte Teilnahme in Folge. Vor zwei Wochen fand der erste Selektionslauf in Regensdorf statt. Dabei konnte Flavia Stutz das Rennen in der Kategorie U23 über sechs Kilometer für sich entscheiden. Der zweite Selektionslauf, auf den der nationale Leichtathletikverband Swiss Athletics den Fokus legt, fand am vergangenen Sonntag in Tilburg (Holland) statt. Für die Frauen und die Läuferinnen der Kategorie U23, welche gemeinsam ins Rennen geschickt wurden, galt es 8.3 Kilometer zu absolvieren. «Das Rennen war sehr anspruchsvoll. Ich hatte mir vorgenommen, den Start nicht zu verschlafen, was mir auch gelang. So fand ich gut in den Wettkampf und konnte die ersten vier Runden in der Nähe meiner Nationalmannschaftskollegin Chiara Scherrer absolvieren.»

Rang 3 in der Kategorie U23 trotz Sturz

In den letzten zwei Runden musste sie die Athletin der TG Hütten, die ebenfalls der Kategorie U23 angehört, ziehen lassen. «Der Rückstand wurde immer grösser und in der letzten Runde kam noch ein blöder Sturz hinzu. Eigentlich sollte mir die Distanz entgegenkommen doch mir fehlte die Kraft.» Wie bereits im Vorjahr wurde die Ufhuserin zwischen den zwei Selektionsrennen von einer Erkältung geschwächt. Am Ende betrug der Rückstand auf Chiara Scherrer, die sich in der Kategorie U23 den Sieg sicherte 34 Sekunden. Dies reichte für den dritten Rang in der Kategorie sowie den 26. Rang Overall. Auf die Frauensiegerin Meraf Bahta aus Schweden –Olympiasechste über 1500 Meter – verlor Flavia etwas mehr als drei Minuten. Fabienne Schlumpf (TG Hütten), die an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro über 3000 Meter Steeple den Final erreicht hatte, lief mit zwei Sekunden Rückstand als Zweitplatzierte im Ziel ein. Die definitive Selektion für die Cross-EM erfolgt morgen Dienstag.

Gelungener Auftakt in die Cross-Saison für Flavia Stutz

Wisacher Cross Regensdorf

Anlässlich des dritten Wisacher Cross in Regensdorf fand der erste von zwei Qualiläufen für die Cross-Europameisterschaften vom kommenden Dezember statt. Bei starkem Wind und nassem Boden herrschten typische Crosslauf-Verhältnisse. Flavia Stutz hat sich zum Ziel gesetzt, sich in diesem Jahr zum vierten Mal in Folge für die Cross-EM zu qualifizieren.

Kategoriensieg

Die Läuferinnen von den Kategorien U18 bis zur Elite starteten gemeinsam. Sie hatten einen leicht coupierten Rundkurs à 1000 Meter vier- (U18, U20) respektive sechsmal (U23, Elite) zu absolvieren. Der Ufhuserin gelang – wie schon oft – kein guter Start. Nach ein paar Metern konnte sie die verlorenen Ränge jedoch wieder aufholen und fand gut in den Wettkampf. Flavia lief einen Teil des Rennens gemeinsam mit Lara Alemanni und Sybille Häring. Weil die beiden U20-Athletinnen nach vier Kilometern ins Ziel laufen konnten, war Flavia für die letzten zwei Runden auf sich alleine gestellt. «Nachdem ich in Runde vier und fünf eine leichte Krise hatte, lief es mir in der letzten Runde wieder besser.» So konnte die 21-jährige als Zweite mit 46 Sekunden Rückstand auf die Elite-Athletin Martina Tresch und 13 Sekunden vor der zweiten U23-Athletin, Fiammetta Troxler, ins Ziel laufen.

Zweites Qualirennen am 26. November

In zwei Wochen findet der zweite Qualifikationslauf in Tilburg statt. Die Teilnehmenden können dabei auf der Strecke der Cross-EM 2018 laufen. Nach diesem Rennen wird entschieden, wer die Schweiz an den Europameisterschaften im slowakischen Samorin vertreten darf. «Ich freue mich auf das Rennen in Tilburg. In den nördlichen Ländern wird dem Crosslaufen eine viel grössere Beachtung geschenkt. Dementsprechend ist die Stimmung jeweils super.»

Rangliste

Überzeugendes Halbmarathon-Debüt

Swiss City Marathon Lucerne

Auch der 11. Swiss City Marathon war ein voller Erfolg. Über 10’000 Laufbegeisterte vom Maratholino für die Jüngsten über den 10 Kilometer-Lauf und Halbmarathon bis zum Marathon nahmen an der diesjährigen Austragung teil. Entlang des 21.1 Kilometer langen Rundkurses, den die Halbmarathonläufer ein- und die Marathonläufer zweimal zu bewältigen hatten, versammelten sich rund 45’000 Zuschauer und sorgten trotz Wind und nasskalten Bedingungen für gute Stimmung. Wiederum führte die Strecke durch das Stadion Allmend und das KKL. Der Zieleinlauf fand wie in den Vorjahren im Verkehrshaus statt.

Flavia Stutz verfehlt Traumziel nur knapp

Die Ufhuserin Flavia Stutz beendete ihre Halbmarathonpremiere als Zweitplatzierte. In 1:20.08 Stunden zeigte die 21-Jährigen auf der 21.1 Kilometer langen Strecke, die aufgrund ihres Profils nicht unbedingt zu den schnellsten zählt, eine tolle Leistung. Einzig Sabine Hauswirth, Vorjahressiegerin und Weltcupdritte im Orientierungslauf war schneller unterwegs. Die Bernerin siegte in der Zeit von 1:19.47 Stunden, wobei sie die neun Jahre jüngere Flavia Stutz um 20 Sekunden distanzierte. «Mit meinem ersten Habmarathon darf ich zufrieden sein, auch wenn ich gerne die 1:20 Stunden-Grenze geknackt hätte. Das Rennen mit so vielen Zuschauern war ein schönes Erlebnis.» Der Abstand zur späteren Siegerin blieb von Beginn weg in etwa gleich. «Lange lief ich an dritter Stelle, ehe ich in Horw die bis anhin Zweitplatzierte ein- und überholen konnte. Danach lief ich vier Kilometer alleine im Wind, bis ich in einer Dreiergruppe Unterschlupf fand.

Ledermedaille zum Saisonabschluss

Staffel-SM

Als Mitglied der Olympischen Frauenstaffel der LG Nordstar Luzern lief Sara am vergangenen Samstag anlässlich der Schweizer Staffelmeisterschaften in Rapperswil-Jona das letzte Rennen der Saison. 

Sara lief die erste Ablösung also die 800m. Das Ziel war klar, möglichst wenig Zeit auf die drei stärker einzuschätzenden Teams der LG Bern, der COA Valais Romand und dem LC Regensdorf zu verlieren. Wie vermutet übernahm die junge Delia Sclabas (LG Bern) kurz nach dem Start die Führung und kontrollierte das Feld von der Spitze aus. Sara reihte sich am Ende der 5-köpfigen Spitzengruppe ein. Sara musste um den Anschluss ans Spitzenquartett kämpfen, verlor ihn aber bis gut 100m vor der Übergabe an die 400m Läuferin nicht.  Mit zwei Sekunden Rückstand auf den Bronzeplatz übergab Sara den Stab an die ehemalige 400-Meter-Spezialistin Dominique Blatter. Der Blick auf die Uhr bestätigte Sara, dass sie das Maximum aus sich herausgeholt hatte, war sie doch noch nie zuvor so schnell unterwegs.

Bronze knapp verpasst

Auch Dominique zeigte einen guten Lauf und konnte die Läuferin des ST Berns ein- und überholen und als vierte Läuferin an Inola Blatty übergeben. Inola zündete wie gewohnt den Turbo  und konnte den Rückstand auf den an Position drei laufenden LC Regensdorf deutlich minimieren. Die letzte Ablösung lief die Allrounderin Edith Burkard. Auch sie zeigte starke 100m und konnte weiter Boden gut machen, jedoch reichte es nicht, um am LC Regensdorf vorbeizuziehen.  So resultierte am Ende hinter der LG Bern, der COA Valais Romand und dem LC Regensdorf der 4. Schlussrang, mit welchem sich das Luzerner Quartett mehr als zufrieden zeigte. Sara wird sich nun die üblichen drei Wochen Saisonpause gönnen und sich in dieser Zeit Gedanken über ihre weitere sportliche Zukunft machen.

SM-Silber für Flavia Stutz

U23-SM Lausanne

Nach den Teilnahmen an den U23-Europameisterschaften in Polen und den Aktiv-Schweizermeisterschaften sechs Tage später in Zürich genoss Flavia eine zweiwöchige Trainingspause. In dieser Zeit schloss sie ihre Lehre als Floristin ab und begann anschliessend mit dem Aufbau für die Herbst-/ Wintersaison. Die Schweizermeisterschaften der Kategorien U20 und U23 fanden am 9. und 10. September in Lausanne statt. Bei kühlen Temperaturen starteten die neun Athletinnen der beiden Kategorien gemeinsam ins Rennen über 5’000 Meter. Schon bald setzte sich eine Dreiergruppe mit Fiammetta Troxler, Ella Revitt und Flavia Stutz vom Rest des Feldes ab. Die Rundenzeiten waren regelmässig aber nicht allzu schnell. Nach knapp 3000 Metern übernahm Flavia die Führung. Sie konnte sich aber nicht entscheidend von ihren Mitkonkurrentinnen absetzen.

Nächster Start: Willisauer Lauf

700 Meter vor dem Ziel erhöhte Fiammetta Troxler das Tempo. Flavia konnte nicht reagieren und wurde 100 Meter vor dem Ziel auch noch von der U20-Athletin Ella Revitt überspurtet. Mit der Zeit von 17:33 Minuten kam Flavia als Zweitplatzierte ihrer Kategorie ins Ziel. Das ist fast eine Minute langsamer als bei ihrer Bestzeit im Mai 2016. Entsprechend enttäuscht war sie nach dem Rennen. Nun ist die Bahnsaison 2017 abgeschlossen. Am kommenden Samstag, 23. September startet Flavia am Willisauerlauf. Auf ihr „Heimrennen“, bei dem sie seit 2005 jedes Jahr teilgenommen hat, freut sie sich sehr.

Stefanie Barmet läuft in den Final

Universiade

An der Universiade in Taipei (Taiwan) – nach den Olympischen Spielen der grösste Multisportanlass der Welt – erreichte Stefanie Barmet über 1500 Meter den Final der besten zwölf.

© Bastien Mouthon

Erstmals in ihrer Karriere nahm die 25-Jährige über 1500 Meter an einem internationalen Grossanlass teil. Im Junioren-Bereich hatte sie die Schweizüber 800 Meter je zweimal an Europa- und Weltmeisterschaften vertreten und dabei wichtige Erfahrungen gesammelt, von denen sie nun profitieren konnte. Dennoch übertraf die Universiade, die umgangssprachlich auch Olympische Spiele der Studenten genannt wird,  alle bisherigen Grossanlässe. Die Eröffnungs- und Schlussfeier aber auch das Leben im Athletendorf mit Dining Hall, die keine kulinarischen Wünsche offen liess,  Coiffeur, Wäscheservice, Fitnessraum und Rundbahn quasi vor der Haustür aber auch die Tatsache, von den Einheimischen sowie den unzähligen Volunteers ständig als „Star“ wahrgenommen zu werden, machten den Anlass zu einem einzigartigen Erlebnis.

Gelungenes Abschlusstraining

Mit 4:14.95 Minuten hatte Stefanie die vom Schweizerischen Leichtathletikverband bei 4:17 festgelegte Limite bereits anfangs Juni klar unterboten. In der Folge hatte sie auf schnelle 1500-Meter-Rennen im Ausland verzichtet und den Formaufbau vollständig auf die Universiade ausgerichtet. Nach der über 14-stündigen Reise über Hongkong stand in den ersten Tagen die Akklimatisation im Zentrum. An die Temperaturen bis zu 35 Grad sowie die extrem hohe Luftfeuchtigkeit musste man sich erst gewöhnen. Hinzu kam teilweise sehr starker Wind – die Universiade fand mitten in der Taifun-Saison statt, blieb von grösseren Stürmen jedoch glücklicherweise verschont. Da der Vorlauf bereits um 10.45 Uhr am Morgen stattfand und Stefanie nicht unbedingt ein Morgenmensch ist, trainierte sie in den Tagen vor dem Rennen bewusst in der Früh. Das gelungene Abschlussbahntraining zeigte, dass die Form stimmte und steigerte die Vorfreude auf den Wettkampf.  Ein Blick in die Startliste zeigte zudem, dass eine Finalqualifiaktion mit einer Leistung im Bereich der Bestzeit durchaus möglich war.

Finalqualifikation geschafft – grosses Saisonziel erreicht

Am Tag des Vorlaufes stand die Egozwilerin bereits um 5.45 Uhr auf und absoliverte ein kurzes Footing um Köper und Geist zu aktivieren. Nach dem Frühstück und dem obligaten Kaffee ging es auch schon auf ins Stadion. Anders als an normalen Meetings absolvierte sie das Einlaufen auf der Rundbahn des Einlaufstadions. Die hohen Temperaturen erforderten das Runterkühlen des Körpers mit Eis und Kältetuch. Hinzu kam starker Wind. Im zweiten von insgesamt zwei Vorläufen eingeteilt wusste Stefanie, dass für das Weiterkommen über die Zeit 4:27 Minuten gefordert waren. Auf den ersten Blick keine allzu schnelle Zeit, doch wie so oft an Meisterschaften wurde auch der Vorlauf mit der Schweizerin taktisch angelaufen. Die 800-Meter-Marke wurde in 2:24 Minuten passiert, ehe das Tempo nach 900 Metern abrupt verschärft wurde. Die Germanistikstudentin konnte der Spitzengruppe nicht ganz folgen und musste sich auf den letzten 200 Metern auch noch von einer Kanadierin ein- und überholen lassen. In 4:20.77  Minuten lief sie zwei Sekunden hinter der Siegerin als Sechstplatzierte ein und qualifizierte sich als Elfte für den Final der besten zwölf. «Das war ein extrem hartes  und unruhiges Rennen. Die Bahn brannte richtig, es wurde geschubst und gebremst. Umso schöner, dass ich mich für den Final qualifzieren und so mein grosses Saisonziel erreichen konnte», so Stefanie.

Schnelle Schlussrunde

Der Final fand am Montagabend im gut gefüllten Stadion statt. Bis auf die Handballer hatten alle Schweizer ihre Wettkämpfe bereits beendet und waren als Fans vor Ort um die drei  Staffeln sowie Jonas Raess, der über 5’000 Meter im Einsatz stand, und Stefanie lautstark zu unterstützen. Die Egolzwilerin hatte sich dank Eisbad und Massage gut vom Vorlauf erholt und startete zuversichtlich in ihren ersten grossen Final. Aufgrund der Bestzeiten war sie mit Abstand die langsamste Athletin und hatte somit nichts zu verlieren. Sie hatte sich vorgenommen anfangs ganz hinten zu laufen und so ruhig ins Rennen zu finden. Mit einer schnellen Schlussrunde hoffte sie noch einige Läuferinnen einzuholen. Der Plan ging auf und die 25-Jährige fand gut ins Rennen. Die 800-Meter-Marke wurde in 2:29.50 Minuten passiert, 500 Meter vor dem Ziel griff die spätere Siegerin Amela Terzic (Serbien) an und riss das Feld auseinander. Stefanie musste abreissen lassen und kam nach 4:24.33 Minuten fünf Sekunden hinter der Siegerin als Zwölfte ins Ziel. «Schade, dass ich keine Läuferin schlagen konnte. Dennoch kann ich mit dem Rennen zufrieden sein. Ich habe alles gegeben, die letzten 400 Meter in 63 Sekunden absolviert und eine solide Leistung gezeigt, auf der sich aufbauen lässt.» Nach dem Final blieben noch zwei Tage Zeit, um Taiwan zu erkunden und zu geniessen. Nach der Saisonpause wird Stefanie den Aufbau für 2018 in Angriff nehmen. «Die Universiade hat mich extrem motiviert, noch härter zu trainieren und schneller zu werden.»

© Angelo Brack